Der Spezialist für Hotel und Gastronomie
1922 - 1924 | Unsere Anfänge

Die Ursprünge unseres Unternehmens liegen fast ein Jahrhundert zurück. Aus der Bügelstube, die Franziska Steinbichler im Jahr 1922 in Augsburg gründete, hat sich ein modernes Textilservice-Unternehmen mit neun Standorten in der gesamten Bundesrepublik entwickelt. Die nach dem Ersten Weltkrieg eröffnete Bügelstube bot damals eine junge Dienstleistung, die noch kurz vorher zu den Aufgaben der Dienstboten gehörte.

1923/1924 führte die einsetzende Geldabwertung zu einer massenhaften Entlassung des in wohlhabenden Haushalten beschäftigten Personals. Nun fehlten dort Kräfte, die große Wäscheteile sauber hielten. Es entstand Bedarf an alternativen Serviceleistungen – deren Nachfrage in den Folgejahren stieg. Das Einzelunternehmen entwickelte sich zu einem kleinen Handwerksbetrieb.

1939 - 1946 | Krieg und gesellschaftliche Umbrüche

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der damalige Betrieb zweimal ausgebombt. Mit einer notdürftigen Betriebseinrichtung nach dem Krieg machte die Unternehmerin Franziska Steinbichler weiter. Es folgte eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung, die regelmäßige Umzüge zur Folge hatte.

Nach Kriegsende tritt Schwiegersohn Walter Greif sen. mit in die Firma ein. In der Zeit danach zeichnete sich der nächste gesellschaftliche Umbruch ab. Mit dem Einzug der privaten Waschmaschine in die deutschen Haushalte Ende der 1950er Jahre hat zwangsläufig eine Verlagerung der Wäschebearbeitung in die eigenen vier Wände stattgefunden. Dieser hätte für unser damaliges Geschäftsmodell mittelfristig das Ende bedeutet. Die ‚Bügelstube’ sowie unsere Münzwaschsalons wären daraufhin zum Auslaufmodell geworden. Daher beschloss der damalige Inhaber, Walter Greif sen., der absehbaren Trendwende mit einer zeitgemäßen textilen Dienstleistung zu begegnen.

1950 - 1969 | Pioniergeist und Überzeugungsarbeit

In den 1950er Jahren boten erste Unternehmen in den USA und in Skandinavien, aber auch in Berlin die Vermietung von Berufskleidung und Hotelwäsche an. Von diesen Betrieben wollten wir uns inspirieren lassen und eine für unseren Markt zugeschnittene, fortschrittliche Dienstleistung entwickeln. Die Erkenntnisse übertrugen wir auf die hiesigen Verhältnisse und richteten unser Unternehmen neu aus.

1967 tritt Walter Greif jun. in das Unternehmen ein und war maßgeblich an den folgenden Veränderungen unseres Unternehmens beteiligt. Bereits in den 1960er Jahren hatten wir uns zu einem Mietservice- Anbieter für gewerbliche Kunden entwickelt. Mit dem textilen Mietservice waren wir unserer Zeit voraus. Sowohl die Dienstleistungen als auch die neuen Materialien waren weitgehend unbekannt und verlangten Überzeugungsarbeit. So haben wir die Handtuchrollenspender nach Deutschland gebracht und waren in Süddeutschland Vorreiter in der Vermietung von Schmutzfangmatten. Mit dem Aufkommen des Leasings als Alternative zum Kauf kam auch der Mietservice in Schwung. Ende der 1960er Jahre spezialisierten wir uns endgültig auf Mietwäsche, die textile Dienstleistung für gewerbliche Kunden.

 

1972 | Tourismus als Motor für einen neuen Service

Durch die im Jahr 1972 in München abgehaltenen Olympischen Spiele war in der Region ein Bauboom ausgebrochen. Das 50 jährige Betriebsjubiläum und die Olympiade weckten erneut den Pioniergeist in uns:

Die Zeit für Hotelwäsche im Mietservice war gekommen. Unser Angebot war einzigartig und bedeutete für die neu errichteten Hotels deutliche Vorteile. Die Verlagerung der Wäscheversorgung auf Greif Textile Mietsysteme entlastete die Häuser von hohen Investitionen für Maschinenpark und textile Ausstattung. Die neu geschaffene Dienstleistung wurde zum Meilenstein der Branche und führte zu stetigem Wachstum und zur Ausdehnung auf das gesamte Bundesgebiet.

1989 - 2000 | Der Expansionskurs beginnt

Das 1989 erbaute Firmengebäude markiert noch heute den Hauptsitz von Greif Textile Mietsysteme und befindet sich in der Sterzinger Straße 7 in Augsburg-Lechhausen.

Mit Beginn der 1990er Jahre begann die Expansion unseres Unternehmens. Zur Erweiterung unseres Liefergebietes auf ganz Bayern und die angrenzenden Gebiete Österreichs wurde im Jahr 1991 ein zusätzlicher Standort in Cadolzburg in der Nähe von Nürnberg in das Unternehmen integriert. Im selben Zeitraum wurde der Hauptsitz Augsburg vergrößert: Zur Jahrtausendwende kam ein Erweiterungsbau für Produktion und Verwaltung hinzu, der an das bestehende Firmengebäude angegliedert wurde.

2005 - 2009 | Der Expansionskurs geht weiter

Die ersten Standorte außerhalb Bayerns kamen 2005 zu unserem Unternehmen hinzu: Durch Übernahme von zwei Wäschereien in Berlin-Wedding und Oranienburg konnten Hotels und Restaurants auf der Nord-Süd- Achse von unserem Textil-Service profitieren.

Das westliche Liefergebiet – insbesondere mit dem Ballungsraum Frankfurt/Main – übernahm die Kreuznacher Zentralwäscherei (KZW) in Bad Kreuznach, zu der enge Familienbande bestehen.

Mit der Übernahme zwei weiterer Wäschereien in Langenfeld (zwischen Düsseldorf und Köln) und Wolfratshausen südlich von München etablierten wir uns im Jahr 2009 endgültig als zuverlässiger, bundesweiter Wäsche- Partner der Kettenhotellerie.

2011 | Ein Urgestein geht von uns

Nach Kriegsende, als Schwiegersohn von Franziska Steinbichler in das Unternehmen eingetreten, lenkte er maßgeblich das Unternehmen in die Erfolgsspur. Er traf weise wie auch vorausschauende unternehmerische Entscheidungen und gab dem Unternehmen seinen heutigen Namen.

Eine der vermutlich wichtigsten Entscheidungen, die er mit seinem Sohn Walter Greif jun. getroffen hat, war die Umstellung auf Mietwäsche. Bekannt war er auch für unzählige Hilfsprojekte im In- und Ausland bis nach Afrika und Südamerika. Er war Innungsmeister für „Wäscher und Plätter“, einen Zweig, den es heute so nicht mehr gibt.

Im April verstirbt Walter Greif Senior im Alter von 90 Jahren.

Heute | In vierter Generation erfolgreich

Inzwischen liegt die Unternehmensleitung in den Händen der vierten Generation. Neben Walter Greif jun. und Angelika Greif führen die Kinder Markus, Martin und Andrea Greif die Familientradition weiter: Mit einem guten Gespür für Trends konzentriert man sich auf erfolgsträchtige, zukunftsweisende Geschäftsfelder, zu denen zunehmend das Nachhaltigkeitsbewusstsein in Hotellerie und Gastronomie gehört.

Mut und Bereitschaft zum Risiko treiben uns auch in der vierten Generation weiter voran, wie der jüngste Bau in Berlin-Lichtenberg beweist. Für Deutschlands modernsten und größten Hotelwäsche-Betrieb in einer aufstrebenden Tourismus-Region investierten wir die letzten Jahre etwa zwanzig Millionen Euro. Seit Anfang 2017 werden dort auf einer Produktionsfläche von ca. 7.500m² täglich bis zu 120 Tonnen Bett-, Tisch- und Frottierwäsche für Berlin und Brandenburg bearbeitet. Damit festigen wir das Fundament, auf das die nächste Generation bauen und sich die Kunden verlassen können.