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„Hochmoore sind faszinierende Lebensräume mit einer enormen Artenvielfalt. Die Vernässung des Königsmoores ist eine tolle Möglichkeit für Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen, regionalen Klimaschutz direkt vor Ort zu unterstützen.“

Ute Ojowski, Geschäftsführerin der Ausgleichsagentur

CO₂-Kompensationsprojekt in Deutschland

 

Dieses Jahr unterstützen wir ein tolles und zugleich regionales Projekt zur Kompensation Ihres CO₂-Ausstoßes.

 

Durch dieses hochwertige Klimaschutzprojekt wird ein Teil des einzigartigen Königsmoores in Schleswig-​Holstein renaturiert. Durch die gezielte Vernässung des Moores kann sich hier langfristig wieder eine typische Hochmoorvegetation bilden. Dadurch wird CO₂ effizient gebunden und es entsteht ein wertvoller Lebensraum für viele bedrohte Arten – direkt vor unserer Haustür.

Im trockenen Zustand stoßen die Moorböden jedoch große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen aus. Durch die Kultivierung der Moore liegen die gebundenen Kohlenstoffvorräte offen und gelangen in Verbindung mit Sauerstoff großflächig und kontinuierlich in die Atmosphäre. Mit jährlich mehr als 40 Millionen Tonnen CO₂ sind entwässerte Moorböden für fast 40 Prozent aller landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich.

 

 

Schaubild Unterschied der Moore

 

 

Intakte Moore haben ein riesiges Speicherpotenzial für Kohlenstoff. Damit ein entwässertes Moor wieder zum dauerhaften Kohlenstoff-​Speicher wird, braucht der Moorboden ganzjährig einen nahezu oberflächennahen Wasserstand. Dank des Klimaschutzprojektes MoorFutures können die Wasserstände angehoben werden. Das stoppt den fortschreitenden Torfabbau und die damit verbundenen hohen Kohlenstoffemissionen aus dem Moorkörper.

Das Königsmoor wurde in der Vergangenheit durch Gräben und Schutzsysteme entwässert und landwirtschaftlich intensiv genutzt. Für eine vollständige Renaturierung mussten sämtliche Gräben und Drainagen in der Fläche verschlossen werden. Zusätzlich mussten flache Mauern aus Torf errichtet werden. Sie halten das Niederschlagswasser in den Flächen zurück, das im Torf gespeichert wird. So bleibt es auch in trockenen, heißen Sommern im Moor feucht.

 

Die Artenvielfalt profitiert gleichzeitig

 

Die vielfarbigen Torfmoose speichern das Wasser wie ein Schwamm. Die Moore sind als wasserreiche Ökosysteme wichtige Rückzugs-​ und Schutzräume seltener Arten wie Sumpfohreule, Reiher, Moorfrösche, Wollgrass oder auch dem „fleischfressenden“ Sonnentau. Eine Renaturierung fördert damit die Biodiversität, verbessert aber auch den Hochwasserschutz, die Wasserreinhaltung und das Mikroklima.

 

Ein blauer Frosch im Wasser eines Moores

 

Der Klimaschutzprojekt-​Standard „MoorFutures“ wurde 2012 als weltweit erstes Kohlenstoffzertifikat aus der Wiedervernässung von Mooren etabliert. Die drei moorreichen Bundesländer Mecklenburg-​Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-​Holstein hatten sich hierfür zusammengeschlossen. Diese Projektumsetzung und die wissenschaftliche Begleitung der Klimawirkungen koordiniert und finanziert die Ausgleichsagentur Schleswig-​Holstein, eine 100%ige Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-​Holstein.

 

Zudem trägt dieses Projekt zu drei Zielen der nachhaltigen Entwicklung bei:

 

  • Das Hochmoor als wasserreiches Ökosystem wird wieder in seinen ursprünglichen Zustand gebracht.
  • Schädliche Treibhausgase werden gebunden und gelangen nicht mehr in die Atmosphäre.
  • Ein wertvoller Lebensraum für viele bedrohte Tier und Pflanzenarten leistet einen Beitrag zur Biodiversität.

 

Zu myclimate

Die jährliche CO₂-Reduktion beläuft sich auf ca. 790 t CO₂, was über 50 Jahre hinweg fast 40'000 t sind

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